FC Winterthur mit Alex Frei: "Wir bleiben vorne dabei""

"Der FC Winterthur hat mit Alex Frei einen prominenten neuen Trainer verpflichtet, der das ambitionierte Team in der Challenge League zurück an die Spitze führen soll. Der 42-jährige Nati-Rekordtorschütze (42 Tore) übernimmt die Nachfolge von Ralf Loose, der im Dezember gehen musste, und setzt auf klare Pläne – doch das Wort "Aufstieg" will er nicht in den Mund nehmen.

Aktuell steht der FC Winterthur auf Rang 7 der Challenge League mit null Punkten nach dem 1:1 gegen Union Berlin am 17. Juli 2026. Die letzten vier Spiele endeten alle unentschieden (0-4-0), doch die Mannschaft bleibt in dieser Serie ungeschlagen. Am kommenden Donnerstag (24. Juli 2026) empfängt Winterthur Yverdon Sport zum nächsten Heimspiel.

Warum Frei zum FC Winterthur wechselte

Frei begründet seine Wahl mit der Mischung aus Bodenständigkeit und Ambition des Vereins: "Ich finde, der FC Winterthur hat coole Leute und ist ein cooler, bodenständiger Verein. Aber er ist trotzdem ambitioniert und hat ein grosses Fanaufkommen. Es gibt da einen gewissen Hunger nach mehr – das hat mich gereizt."

Der frühere Stürmerstar hatte die Saison noch bei Ligakonkurrent FC Wil begonnen, trennte sich aber im November in gegenseitigem Einvernehmen vom Verein. Zuvor war er auch als möglicher Nachfolger von Fabio Celestini beim FC Luzern im Gespräch gewesen. Mit seiner Unterschrift bis Sommer 2023 sicherte sich Winterthur einen erfahrenen Leader, der die Mannschaft nach seinen Vorstellungen prägen will.

Frei setzt auf Ballbesitz und klare Ideen

Frei macht keinen Hehl daraus, dass er einen hohen Ballbesitzanteil anstrebt: "Wir wollen einen ästhetischen Fussball spielen. Zufalls-Tore nehmen wir zwar auch, aber die Tore sollen mit einer klaren Idee dahinter erzielt werden." Der Trainer betont, dass sowohl das Team als auch jeder Einzelne täglich besser werden müssen – und der Trainerstab werde "jeden Tag alles dafür tun, damit wir besser werden".

Seine Philosophie setzt auf Struktur und Verbesserung, nicht auf leere Versprechungen. "Dieses werdet ihr von mir nicht hören", sagt Frei mit Blick auf den Aufstieg, "wir werden erstens versuchen, so lange wie möglich vorne dabei zu bleiben und zweitens, so gut wie möglich aus den Startlöchern zu kommen."

Die Herausforderung: Vom Abstiegskampf zur Aufstiegshoffnung?

Noch vor wenigen Monaten dominierte der FC Winterthur die Challenge League und führte lange souverän die Tabelle an. Doch ein monumentales Tief folgte: In den letzten sieben Spielen gewann das Team nur eines und rutschte in der Tabelle ab. Mit null Toren und null Punkten nach sieben Spieltagen steht Winterthur nun auf Platz 7 – doch Frei sieht Potenzial.

"Wir analysieren nach der Hälfte der Rückrunde, wo wir stehen", sagt der neue Trainer. "Dann kann man allenfalls beginnen, von Träumen oder anderen Zielen zu sprechen." Die Fans dürfen also gespannt sein, ob der FC Winterthur unter Freis Führung wieder an die Spitze zurückkehrt – oder zumindest den Abstiegskampf meistert. Das nächste Spiel gegen Yverdon Sport (24. Juli 2026) wird ein erster Gradmesser sein." } ```