Die Stimmberechtigten in Winterthur haben am Wochenende mit einer deutlichen Mehrheit von 75,45 Prozent für den Ausbau des Stadions Schützenwiese gestimmt. Das Ergebnis gibt dem FC Winterthur grünes Licht für das 35 Millionen Franken teure Projekt, das zwei überdachte Tribünen und ein neues Betriebsgebäude umfasst.
Mike Keller, der Präsident des Vereins, wertet den Volksentscheid als starkes Signal. „Für uns als FCW war es eine Bestätigung, dass wir mit unserer über 20-jährigen Aufbauarbeit und Philosophie auf dem richtigen Weg sind“, sagte Keller. Die Zustimmung lag in allen sieben Stadtkreisen über 70 Prozent, wobei Veltheim mit 78,86 Prozent die höchste und Seen mit 72,50 Prozent die niedrigste Ja-Quote aufwies.
Projekt und Zeitplan
Die Pläne sehen vor, die Kapazität der Schützenwiese von derzeit 8700 auf 9900 Zuschauerplätze zu erhöhen. Im neuen Betriebsgebäude entstehen zwölf Umkleidekabinen. Die Bauarbeiten sollen 2027 beginnen und bis 2029 abgeschlossen sein. Vereinsvertreter Andreas Mösli sagte, das Resultat sei die Bestätigung der jahrelangen Arbeit des Vereins und könne als klares Bekenntnis der Bevölkerung zum heutigen Stadionstandort gewertet werden. Während der Umbauarbeiten bleiben die Sirupkurve, die Juri-Gagarin-Statue und der 'Salon Erika' erhalten.
Der Ausbau soll die Basis für den Nachwuchs-, den Frauenfußball und soziale Initiativen stärken. Der Verein befindet sich derzeit in einer erfolgreichen Phase auf dem Platz. In der Challenge League belegt der FC Winterthur nach neun Spieltagen mit 18 Punkten den zweiten Tabellenplatz und liegt nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter Stade Lausanne-Ouchy. Die Mannschaft ist seit vier Spielen ungeschlagen und gewann zuletzt am Mittwoch mit 4:1 bei Seuzach. Den aktuellen Spielplan und die Tabelle finden Sie auf unseren Seiten Spielplan und Tabelle.
Das nächste Pflichtspiel bestreitet der FCW am 9. Oktober auswärts gegen den Tabellensechsten Neuchatel Xamax FC.
This story first appeared at Winterthurer Zeitung
